AG Tauchen
Verein zur Förderung des Behindertentauchens in Deutschland e.V.
Sinn und Zweck des Vereins:
Es gibt viele Sportarten für Menschen mit Behinderung und mit den meisten kommt man auch ohne Problem relativ schnell und
einfach in Kontakt. Sportarten wie z.B. Rollstuhlbasketball, Rollstuhltischtennis oder Rollstuhltanz sind oft in Vereinen
der „nicht Behinderten“, die in der Rollstuhl Szene „Fußgänger“ genannt werden mit integriert.
Bei einer Sportart wie dem Tauchen sieht es da schon sehr viel schwerer aus. Will ein behinderter Mensch das Tauchen
erlernen, ist er oft vor viele Probleme gestellt. Er muß einen Tauchlehrer finden, der gewillt und vor allem kompetent
ist, ihm beim Wunsch das Tauchen zu erlernen zu unterstützen. Wir erleben immer wieder, dass der gute Wille alleine nicht
ausreicht, da der jeweilige Tauchlehrer eine spezielle Tauchausbildung haben sollte, in der er gelernt hat, sich auf die
jeweilige Behinderung einzustellen. Dies ist leider in den meisten Fällen nicht der Fall. Außerdem ist es oft schwer für
den Behinderten, Tauchfreunde oder Tauchpartner mit oder ohne Behinderung zu finden, denn gerade der Austausch über des
Erlebte ist ein sehr wichtiger Aspekt. Behinderte Menschen erleben das Tauchen oft ganz anders als der nicht Behinderte.
Um alle oben genannten Probleme zu beseitigen und eine solide Grundlage für die Entwicklung des Behindertentauchens in
Deutschland zu schaffen, haben sich Betroffene, Physiotherapeuten, erfahrene Tauchlehrer und Tauchlehrerassistenten
zusammengetan und einen speziellen Tauchverein gegründet, den „Verein zur Förderung des Behindertentauchens in
Deutschland e.V.“. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die faszinierende Sportart Tauchen für Behinderte zu fördern,
Barrieren abzubauen und die Sportart einem möglichst großen Personenkreis näher zu bringen. Folgende Ziele hat er sich
gesetzt:
Spaß und Integration von Betroffenen und nicht Betroffenen fördern
Tauchen als Therapie etablieren und damit verbunden eine Anerkennung als Therapieform
Fernreisen und gemeinsame Ausflüge zu nahe gelegenen Tauchgebieten
Entwicklung von Ausbildungskonzepten für Betroffene
Entwicklung von Tauchausrüstung für Betroffene
Entwicklung von Sicherheitskonzepten
Tauchtraining und Unterwasserspiele für Betroffene
Durchführung von Projekten zur Förderung des Behindertentauchens (z.B. auf Messen wie Rehacare und Boot)
Taucheinweisungslehrgänge in Rehabilitationseinrichtungen
Erfahrungsaustausch unter Betroffenen fördern
Neue Perspektiven aufzeigen für frisch Verunfallte
Eine wichtige Grundlage für die Erreichung dieser Ziele ist eine bundesweite Öffentlichkeitsarbeit, mit der wir immer
wieder versuchen klar zu machen, dass es beim Tauchen keine Hindernisse für Behinderte gibt bzw. geben sollte. Das Tauchen
mit einer Behinderung ist nicht schlechter oder unmöglich, es ist nur „anders“.
„Anders“ heißt, für fast jeden gibt es eine Möglichkeit auf seine Art zu tauchen. Auch wenn man es oft nicht glaubt, haben
unsere Erfahrungen doch gezeigt, dass es immer einen Weg gibt, wenn man nur will. Dies heißt das „Wollen“ ist der
wichtigste Faktor.
Die Bestätigung die ein behinderter Mensch durch das Erreichte erfährt, hat auch starke positive Auswirkungen auf seine
übrigen Lebensbereiche.
Wir werden weiterhin daran arbeiten auch nicht betroffene Taucher und Tauausbilder im Verhalten mit Betroffenen an Land und
im Wasser aufzuklären.Wir wollen dass das Behindertentauchen so normal wird, dass es möglichst keinerlei Berührungsängste
mehr gibt. Wir wissen dass es sich lohnt sich zu engagieren, denn für Menschen mit Behinderung ergeben sich Unterwasser
völlig neue Möglichkeiten.Unterwasser werden Bewegungen und Sinneseindrücke möglich, die mit keiner anderen Sportart oder
Therapie möglich wären.
Im Verein haben sich die richtigen Menschen zusammen getan um die Tür zum Tauchsport für Menschen zu öffnen, die bis jetzt
keine Möglichkeit hatten einen Zugang zu dieser Sportart zu erhalten.
Der Verein ist für jede Unterstützung dankbar!
Weitere Informationen bei:
International Association for Handicapped Divers
Die aktuelle Anschrift des AG-Vorsitzenden entnehmen Sie bitte der Liste der DRS-Ansprechpartner.
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