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Rollstuhltennis

Rollstuhltennis - der faszinierende Sport für jedes Alter und Geschlecht - kann draußen oder in der Halle gespielt werden. Gespielt wird als Einzel- oder Doppelmatch sowie auch als Mixed, aber auch als Inklusionssport für Menschen mit und ohne Rollstuhl, denn „Tennis verbindet“! Der Erfolg und Spaß am Rollstuhltennis-Sport wird schnell wahrgenommen und auch die Koordination sowie die Bewegung werden dabei geschult.

So geht's los
Rollstuhltennis ist eine Sportart, die je nach Witterung draußen an der frischen Luft oder in der Tennishalle gespielt werden kann. Wer diesen faszinierenden Sport gerne ausprobieren möchte, findet beim DRS-Ansprechpartner die richtige Anlaufstelle, um Fragen zu stellen und Hilfe beim Einstieg in die Welt des Rollstuhltennis' zu bekommen.

Klassifizierung
Tennis im Rollstuhl kann jeder spielen, der entweder aufgrund einer Behinderung komplett auf den Rollstuhl angewiesen ist, eine Gehbehinderung hat oder - sozusagen als „Nichtbehinderter“ - einen irreparablen Schaden an Hüfte, Knie oder Fußgelenken aufweist, die eine dauerhafte Ausübung der Sportart als Fußgänger/In verhindert. Dazu können auch gehören: Nervenschädigungen, Spina Bifida, Querschnittslähmungen, Amputationen, Fehlbildungen der unteren Extremitäten oder neurologische Erkrankungen. Aktive Spieler_innen werden nach ihren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten, Tennis zu spielen, eingestuft - nicht nach Art ihrer Behinderung!

Kategorien: Damen, Herren, Quads
Auf nationaler und internationaler Ebene gibt es im Bereich des Rollstuhltennis‘. neben den Damen- und Herren-Klassen zusätzlich die Spielklasse "Quad-Tennis". Diese Kategorie ist für Spieler mit einer eingeschränkten motorischen Arm- und Handfunktion vorgesehen. Um in der Quad-Klasse antreten zu können, müssen mindestens drei Extremitäten eingeschränkt sein. Quad-Spieler sind mit dem Elektrostuhl sogar auf Wettkampfebene spielbereit!

Ligabetrieb und Spitzensport
Auf nationaler Ebene gibt es jedes Jahr eine Reihe von Breitensport-Turnieren und Meisterschaften, bei denen Tennisspieler/innen (Damen, Herren, Junioren) um Titel kämpfen.

Die International Tennis Federation (ITF) mit Sitz in London ist der internationale Dachverband für den Tennis- sowie den Rollstuhltennissport. Sein Ziel ist es, Menschen mit körperlichen Behinderungen die Möglichkeit zu bieten, Rollstuhltennis als Freizeitsport sowie auf Wettkampfebene auszuüben. Hierbei soll der Rollstuhltennissport auf allen Ebenen - vom Neuling bis zum professionellen Spieler - nutzbar gemacht und gefördert werden. Oberstes Ziel ist es, faire Bedingungen und Chancengleichheit für alle Sportler zu schaffen, die diesen Sport nach den Regeln für Rollstuhltennis ausüben.

Die ITF organisiert regelmäßig eine Rollstuhltennis-Tour, auf der teilnehmende Spielerinnen und Spieler national und international Punkte sammeln können, um sich auf der Weltrangliste zu platzieren oder sich zu verbessern. Auch arbeitet die ITF eng mit der paralympischen Bewegung zusammen, um sicherzustellen, dass Rollstuhltennis fester Bestandteil der alle vier Jahre stattfindenden Paralympics ist und bleibt.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/tennis
Termine des Deutschen Tennisbundes (DTB) für Rollstuhlsportler.

Regeln
Es gelten die offiziellen ITF-Tennisregeln: Der Ball darf zweimal aufspringen (beim zweiten Mal auch außerhalb des Felds). Der erste Aufsprung des Balles muss innerhalb der jeweiligen Feldbegrenzung beim Einzel- oder Doppelspiel (Einzel- oder Doppelfeld) erfolgen.

Sportgeräte
Als Sportgerät dient - neben Tennisball und Tennisschläger - ein Tennisrollstuhl. Dieser unterscheidet sich von einem Alltags-Rollstuhl nicht nur durch ein wesentlich geringeres Gewicht, sondern auch durch einen Sturz der Laufräder sowie durch zusätzliche Stützräder vorne und hinten. Dadurch wird eine größere Wendigkeit erreicht und der Stuhl kann nicht so schnell umkippen. Zum Ausprobieren reicht vorerst der Alltagsrollstuhl. Vor dem Entschluss, sich selbst einen Tennissportrollstuhl anzuschaffen, kann dieser in einigen Vereinen probehalber ausgeliehen werden.


Erfolge
Auch im Jahr 2017 waren gleich zwei deutsche Rollstuhlstuhl-Tennisspielerinnen in den Top 10 der Weltrangliste zu finden: Sabine Ellerbrock und Katharina Krüger (Stand: 25.10 2017). Ellerbrock konnte im Jahr 2017 mit dem Wimbledon-Titel ein großes Grand-Slam-Turnier für sich entscheiden. Beide nahmen an den Paralympischen Sommerspielen in London 2012 in Single- und Doppelwettbewerben teil, Krüger startete auch 2016 in Rio. Platzierungen konnten beide Spielerinnen bei den Paralympics bisher nicht erreichen.  

Links
Paralympic Wheelchair Tennis
International Tennis Federation (ITF)
Nationalspielerin Sabine Ellerbrock
Nationalspieler Sven Hiller
Bundestrainer Christoph Müller

Deutscher Tennisbund
Rollitennis e.V.

 

Ansprechpartner

Tennis
Jürgen Kugler
Rollitennis e.V.
Am Sportpark 1
53578 Windhagen
Fon: 02645 / 528336
Mobil: 0152 / 53505628

Dynamisch und spannend

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