DRS Bunte Leiste
26.03.2019

Mobil in eine inklusive Gesellschaft

10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention

»Auch zehn Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention muss man feststellten, dass es immer noch Barrieren im Alltag gibt, sowie in manchen Köpfen.«, so das Fazit von DRS-Referatsleiter, Peter Richarz. - Foto: © Maike Lobback

(drs) "Zehn Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention muss man feststellten, dass es immer noch Barrieren im Alltag gibt, sowie in manchen Köpfen.“, resümiert Peter Richarz, Referatsleiter Mobilität und Inklusion beim DRS zum 10-jährigen Jubiläum der UN Behindertenrechtskonvention.

Vorur­teile sind vielfach noch zu beob­achten und es bestehen weiterhin Unsicherheiten und Hemmschwellen im Umgang mitei­nander. Trotz dieser verbliebenden Herausforderungen auf dem Weg in eine inklusive Sportlandschaft ist schon eine Menge passiert. – Darü­ber sind wir als Sportverband sehr froh. – So hat sich die gesellschaftliche Wahrnehmung gegenüber Menschen mit Behinderung beim Einzelnen wie bei institutionellen Entscheidungsträgern deutlich verbessert: Wir haben neue Eingangstüren in den Einrich­tungen gefunden und wichtige Menschen in verantwortungsvollen Positionen, die uns zuhören und die versuchen, die Situation für unsere Mitglieder was das Sporttrei­ben und die Sportmöglichkeiten anbelangt, weiter zu verbessern. 

Die zahlreichen Kooperationspro­jekte, die der DRS mit seinen Partnern durchführt, beschäftigen sich allesamt mit dem Thema „Mobi­lität & Inklusion“; je nach Zielgruppe werden Ansätze gewählt, die die Selbstständigkeit von Rollstuhlnutzern stärken und somit die Teilhabe unse­rer Mitglieder fördern. Exemplarisch ist die Präventionskampagne „sicher mobil“, die nunmehr im zehnten Jahr im Schulungsprogramm der BGW angeboten wird; sie führt dazu, dass Mitarbeiter in Einrichtungen der Wohlfahrtspflege sensibilisiert werden, im Hinblick auf die spezifischen Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern. Bereits vor dem Menschenrechtsübereinkommen der Vereinten Nationen gab der DRS mit seinem Projekt „Rollstuhlsport macht Schule“ eine Initialzündung für bundeweite Angebote von Schulprojekten unterschiedlichster Träger. Sie alle verbindet das gemeinsame Ziel eine Generation heranwachsen zu lassen, die nicht mehr zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten unterscheidet. Ganz pragmatisch erhalten die Schüler mittels eines inklusiven Sportunterrichts - spielerisch sozusagen - die Perspektive eines Rollstuhlfahrers und damit einen direkten Zugang zu Menschen mit Behinderungen. 

Wir als DRS begreifen den Begriff der Inklusion umfassend, das heißt, in allen gesellschaftlichen Bereichen sollten inklusive Fragestellungen bei anstehenden Entscheidungen berücksichtigt werden. Der DRS nimmt hier seine Verantwortung wahr und arbeitet weiterhin daran, nachhaltige Strukturen im organisierten Sport zu schaffen im Sinne seiner Mitglieder. Unser Ziel sind wohnortnahe und barrierefreie Rollstuhlsportangebote, die allen Sportinteressierten offen stehen.