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13.03.2019

99ers erreichen Euro League-Finale in Sheffield

Vorrundenturnier im schweizerischen Nottwil

Der Schlachtruf ist formuliert. - Foto: © Köln 99ers

(rbsk) Die Köln 99ers haben mit einem guten Auftritt in Notwill (Schweiz) die Qualifikation für das Finalturnier der Euroleague geschafft und dürfen Ende April - wie schon letzte Saison - nach Sheffield reisen.

Über das gesamte Turnier hinweg, zeigten die Kölner eine sehr gute Leistung. Lediglich die Niederlage gegen die Gastgeber Pilatus Dragons, die erneut ein hervorragendes Event organisiert haben, musste man sich selbst ankreiden und hinnehmen.

Zum Auftakt des 2-tägigen Vorrundenturniers traf das Team von Headcoach Mathew Foden auf Beit-Halochem Haifa. Nach einem sehr zähen Start lag man bereits nach dem 1. Viertel mit 5:16 hinten. Doch ein beeindruckendes zweites Viertel, das mit 25:5 zugunsten der 99ers ausfiel, bereitete den Weg für den späteren 66:39 Sieg.

zweite Gruppenspiel gestalteten die Kölner von Anfang an sehr konzentriert und ließen den Padova Millennium Baskets kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Mit einer sehr guten Ganzfeldpresse wurde den Italienern gleich zu Beginn förmlich überrannt. Über die Viertelergebnisse 22:9, 21:12, 24:10 und 13:10 wurde ein souveräner 80:41 Sieg eingefahren. 

Am zweiten Spieltag ging es dann gegen die starken Gastgeber. Auch hier startete man mit einer Ganzfeldpresse und hatte sich bis zur Halbzeit, mit 11:8 und 15:6 einen überraschend komfortablen 26:14 Vorsprung erspielt. Die Kölner Fans, die an den heimischen Bildschirmen dem Live-Streaming folgten, erwarteten eine entspannte zweite Halbzeit mit einem ähnlich souveränen Sieg wie noch in den Spielen vom Vortag. 

Doch es kam völlig anders: Während das dritte Viertel mit 16:16 noch ausgeglichen verlief, bauten die 99ers durch eigene unnötige Fehler die Pilatus Dragons von Minute zu Minute auf. Im letzten Spielviertel war bei den Kölner der Spielfluss völlig abgerissen und das Spiel mit 2:15 Punkten verschenkt und gleichzeitig die Teilnahme an einem der Finalturniere aufs Spiel gesetzt. Bis kurz vor Abpfiff zehrten die 99ers noch von ihrem erspielten Vorsprung, mussten dann aber in den Schlusssekunden die bittere 44:45 Niederlage einstecken.
Nun musste im Spiel gegen die ebenfalls sehr stark spielenden London Titans ein Sieg her und im Idealfall Schützenhilfe der Italiener, die noch ihr letztes Spiel gegen die Dragons absolvieren mussten.

Headcoach Mathew Foden hatte in der Kabinenansprache nach dem verschenkten Sieg gegen die Gastgeber sehr klare Worte in Richtung Mannschaft gefunden und das Team wohl bei der Ehre gepackt. Auch wenn sich das erste Viertel noch mit 10:13 Zugunsten der Titans gestaltete, so war die Körpersprache der Mannschaft nun eine völlig andere. Mit kühlem Kopf spielten die 99ers sich in die Partie und drehten bis zur Halbzeit das Ergebnis zur eignen 24:21 Führung. Nach dem Seitenwechsel zeigte das Team dann wohl seine beste Turnierleistung. Mit einem beeindruckenden 18:2 ließen sie dem Gegner von der Insel keine Chance. Auch im Schlussviertel ließ die Kölner Dominanz nicht nach. Mit einem 54:29 Sieg war der Schlüssel zum Sieg die Bärenstarke Defense in dieser Partie.

Im letzten Spiel des Turniers trafen dann die Schweizer Gastgeber auf Padova. Es entwickelte sich das erwartet spannende Spiel, bei dem die Italiener die Oberhand behielten und somit Köln das Turnier sogar als Gruppensieger beenden konnte. Entsprechend groß war die Freude über die Qualifikation ins Finalturnier in Sheffield wo die 99ers Ende April in einem starken Teilnehmerfeld starten dürfen. 
Zusätzlichen Grund zur Freude gab es dann auch noch für Olle Svensson und Gijs Even, die beide ins Allstarteam des Turniers gewählt wurden.

Der Spielplan für Sheffield wurde bereits veröffentlicht und den 99ers stehen bereits in der Gruppenphase sehr starke Teams gegenüber.

Gruppe A
Sheffield Steelers
Bidaideak Bilbao BSR
Be?ikta? JK
Köln 99ers

Gruppe B
Galatasaray S.K.
Le Cannet
BSR ACE Gran Canaria
TSK Rehab Merkezi Engelliler SK

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