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26.02.2019

Der alte und neue deutsche Meister heißt Penguins

Para-Eishockey - DPEL Spieltagswochenende in Wiehl

Was wir in unserem Vorbericht zu diesem Spielwochenende beschrieben, haben sich die Ice Lions Langenhagen zu Herzen genommen. Durch ihren 4:0-Sieg gegen die Wiehl Penguins am Sonntagmorgen wird die Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft in der DPEL auf das Spielwochenende 16./17.03.2019 in Berlin-Charlottenburg vertagt werden, zumindest könnte man das meinen. Aber selbst wenn die sechs Punkte Vorsprung von den Ice Lions noch egalisiert werden, besagt die Spielordnung etwas anderes: Es zählt der direkte Vergleich und danach erzielte Wiehl 3:1 Siege in der Saison 2018/2019 und damit ist die Titelverteidigung vorzeitig geglückt.

Sportlich und spannend bleibt es allemal, bevor der Meisterpokal erneut in die Höhe gestemmt werden kann, was einen Besuch in der Eissporthalle P09, Glockenturmstr. 14, in Berlin-Charlottenburg lohnen wird.

Im Einzelnen wurde am vergangenen Wochenende in der Eissporthalle Wiehl wie folgt gespielt und bereits von der DPEL-Leitung bestätigt: 

Ice Lions Hannover vs. Weserstars Bremen 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)

Jörg Wedde (#77) und Udo Segreff (#96) teilten sich die Offensivarbeit fifty-fifty, denn beide Spieler schossen jeweils zwei Tore und assistierten jeweils einmal. Das war des Guten zu viel; eine echte Chance bot sich den Weserstars nicht, das Match für sich entscheiden zu können, wenn auch im Mitteldrittel ein Tor erzielt werden konnte (Bas Disveld, #3). Hannover war sehr gut aufgelegt, wie sich auch im zweiten Spiel am Sonntagmorgen zeigen sollte... 

TuS Wiehl ESC vs. Angry Birds 12:1 (6:0, 2:0, 4:1)

Wenn Heimrecht eine Rolle spielt, dann war's hier deutlich spürbar. Fünf Tore und ein Assist konnte Kapitän Christian Jaster (#12) erzielen und war so wesentliche Stütze seines Teams. Nicht minder erfolgreich in der Scorerwertung war Sven Stumpe (#11) mit vier Treffern und zwei Vorlagen. Ein Penguins-Tor konnte zur Freude des anwesenden Vaters und Bundestrainers Andreas Pokorny sein Sohn Leon (#14) beisteuern. Den sehenswerten Konter im Schlussabschnitt verwertete Stefan Deuschl (Angry Birds, #67) sehr abgezockt. 

Weserstars Bremen vs. Angry Birds 4:2 (0:1, 2:0, 2:1)

Weserstars-Kapitän Jakob Wolff (#29) und Bas Disveld (#3) waren die herausstechenden Akteure mit jeweils zwei Toren und einem Assist, wenn auch die Spielgemeinschaft Süd-Ost "Angry Birds" (= wütende Vögel) sich achtbar aus der Affäre zog. Christian Pilz (#83) und Stefan Deuschl (#67) erzielten jeweils auf Vorlage des anderen ein Tor und machten dadurch deutlich, sich nicht wehrlos in die Niederlage ergeben zu wollen. 

Ice Lions Hannover vs. TuS Wiehl ESC 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)

Überraschend war der Auswärtssieg der Ice Lions in Wiehl. Die Hannoveraner boten eine ausgeschlafene und taktisch disziplinierte Leistung am frühen Sonntagmorgen, die den Penguins ihre Grenzen aufzeigten und ihnen so die zweite Saisonniederlage beibrachte. Penguins-Assist-Capitän Lucas Sklorz: "Tja, ich sage mal dazu nix!", was wiederum Bände spricht... Der fehlende Punkt zur Deutschen Meisterschaft wird nunmehr in Berlin-Charlottenburg errungen werden müssen. 

In der DPEL-Tabelle sieht es nach diesen vier Spielen wie folgt aus:

1. TuS Wiehl ESC "Penguins" (24 Punkte)

2. Ice Lions Hannover (18 Punkte)

3. SpG Süd-Ost "Angry Birds" (15 Punkte)

4. Weserstars Bremen (6 Punkte) 

Damit hat's auf Platz 2 einen Wechsel gegeben; die "Ice Lions" Hannover werden nunmehr in drei Wochen versuchen, mit dem Drei-Punkte-Vorsprung die Vize-Meisterschaft zu holen.

Kinka

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