DRS Bunte Leiste
19.11.2018

Sporthochschule Köln beherbergt DRS-Lehrgang

Rollikids-Vorsitzende berichtet über Fortbildung zur Rollstuhlversorgung

Mit 25 Teilnehmern war der diesjährige Kurs gut besucht.

Nach der theoretischen Einweisung ...

... folgt die praktische Bewährungsprobe: Kleine Reparaturen gehören zum Handwerkszeug von Übungsleitern. - Alle Fotos: © Privat/DRS

In diesem Jahr fand die Fortbildung zur Rollstuhlversorgung der DRS rollikids wieder Anfang November statt. Der Vorteil: auf der Rehamesse konnten wir wieder tüchtig Werbung machen für die Fortbildung, daher waren wir mit 25 Teilnehmern gut ausgebucht. Der Nachteil: beim Erkunden des Rollstuhlfahrens im Außengelände kann es im November ordentlich kalt und nass sein. In diesem Jahr hatten wir Glück, Susanne Bröxkes konnte mit den Teilnehmern die Alltagstechniken in freier Wildbahn üben, ohne zu frieren.

Doch zunächst wurden in der Sporthalle der Sporthochschule Köln die Grundfahrtechniken vermittelt, aufgelockert durch kleine Spiele, bei denen die Fahrtechniken sogleich angewendet werden konnten. Zugleich wurden die Teilnehmer dazu animiert, die Rollstühle zu tauschen und darauf zu achten, wie unterschiedlich die Rollstühle zu fahren sind. Ebenfalls sollten sie auch die Unterschiede bezüglich des Sitzens zu erspüren. Dabei wurden schon die ersten Zusammenhänge zwischen den Maßen und Einstellungen der Rollstühle und der Fahr- und Sitzeigenschaften verdeutlicht und erkannt.    

Unter den Teilnehmern waren einige aktive Rollstuhlnutzer, Physio- und Ergotherapeuten, Mitarbeiter im Sanitätsfachandel, Eltern von Kinder mit Rollstuhl und Übungsleiter von Rollstuhlsportgruppen. Eine bunt gemischte Gruppe, die sehr schnell zusammen fand. Besonders als es um das Erlernen des Balancierens und Fahrens auf zwei Rädern ging, halfen sich alle gegenseitig. Die Geübten halfen den noch Unerfahrenen und vermittelten ihnen Sicherheit. Deutlich erspürten die Teilnehmer, dass das Erlernen des Ankippens der Vorderräder und des Balancierens auf den Hinterrädern in einem aktiv eingestellten Rollstuhl wesentlich leichter fällt.

Im Theorieteil wurden vor allem die Grundmaße und Einstellungen eines Rollstuhls auf den Nutzer besprochen. Dabei stand im Vordergrund, wie der Rollstuhl gutes Sitzen und aktives und wendiges  Fahren ermöglicht. Die Auswirkungen einer frühen und aktiven Versorgung bei Kindern wurden thematisiert, ebenfalls die verschiedenen Sitzschalenkonstruktionen und ihre Auswirkungen auf die Fahreigenschaften des Rollstuhls. Beeindruckt waren die Teilnehmer von der Referentin Hanna Linke, die aus der Sicht einer Rollstuhlnutzerin auf die Kooperation von Fachleuten mit den Eltern und ihr als Kind einging und von einigen Situationen aus ihrer Kindheit berichtete.

Neben rechtlichen Grundlagen, Übungen zu Alltagstechniken und Treppenhilfe, sowie Informationen zu Rollstuhltrainingskursen, weiteren Angeboten des DRS und der rollikids, Buchtipps und Tipps zur Wartung und Pflege, konnten die Teilnehmer am Schluss noch selbst Hand anlegen und  den ein oder anderen Rollstuhl durchchecken, säubern und reparieren. Vielen Dank auch an die fleißigen Teilnehmer, die meinen Rollstuhl wieder fit gemacht haben. Und herzlichen Dank von den beiden alten Hasen (Susanne und mir) an alle Teilnehmer, Gäste, Referenten und Übungsleiter, die mit ihrer Hilfe und Unterstützung zum Gelingen der Fortbildung und zu der angenehmen und guten Atmosphäre beigetragen haben.

Alles in allem war es wieder eine gelungene Fortbildung, die wir im nächsten Jahr sicher wieder anbieten werden – voraussichtlich wieder im November, derzeit geplant ist der 9./10.11.2019. Interessierte können sich jetzt schon mal melden.

Ute Herzog

>>> www.rollstuhlsport.de/lehre