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23.09.2018

Nach Bronze folgt Gold - Ulrike Lotz-Lange holt EM-Titel

Europameisterschaften im Rollstuhlfechten in Terni

Überglücklich nach dem Gold-Gewinn: Ulrike Lutz-Lange - Beide Fotos: © Alexander Bondar

Ulrike Lotz-Lange (HFC Lübeck) setzt sich in der der Damendegenkonkurrenz Kategorie C durch und gewinnt Gold. Bereits am Vortag hatte sich die Athletin aus Schleswig-Holstein die Bronzemedaille im Damenflorett gesichert. Das Herrensäbel-Team wird Siebter.

Schon die Vorrunde zeigte, dass Ulrike Lotz-Lange gut auf den Wettbewerb vorbereitet ist. Zu null und zu eins fegte sie ihre Gegnerinnen von der Bahn. Nur die Italienerinnen scheinen ihr nicht zu liegen, gegen Nora Consuelo verlor sie 4:5 und gegen Monia Bolognini siegte sie ebenso knapp. An drei gesetzt startete die Deutsche in die Direktausscheidung und kämpfte sich in das Halbfinale vor. Ein harter Schlagabtausch, aber am Ende besiegte die Degenspezialistin die amtierende Weltmeisterin Ksenia Ovsyannikova (RUS) mit 15:12 und zog ins Finale ein.

Im Finalgefecht stand ihr nun erneut Nora Consuelo (ITA) gegenüber, eine gute Chance für eine Revanche. „Ich bin überglücklich.“ so Lotz-Lange nach dem Finale „es war ein langer Tag, aber Gavri hat mich gut auf das Finalgefecht eingestellt.“ Gemeinsam mit Degen-Bundestrainer Gavrila Spiridon freut sich die charmante Athletin über den 15:9-Sieg gegen Nora Consuelo (ITA), dem Gewinn der Goldmedaille und des Europameisterinnentitels.

Bereits am Vortag stand Lotz-Lange auf dem Treppchen. Eigentlich lief es mit ihrer Zweitwaffe Florett in der Vorrunde ganz gut und sie zog ungefährdet in die Direktausscheidung ein. Halbfinalgegnerin Hanna Pashkova (UKR) war für Lotz-Lange noch eine relativ neue Kontrahentin. Erst vor einem Jahr trat die Ukrainerin das erste Mal in Erscheinung. Etwas  überraschend unterlag sie der Ukrainerin am Ende nach einem kraftraubenden Gefecht nach neuen Minuten mit 8:10 und belegte wie schon bei den letzten Europameisterschaften den dritten Platz.  „Ich freue mich natürlich über Bronze, aber ich wollte unbedingt ins Finale“ kommentierte Lotz-Lange ihr Ergebnis.  Den EM-Titel nahm am Ende Dauerkontrahentin Ksenia Osyannikova (RUS) mit nach Hause. 

„Es ist schon etwas unglücklich, wenn wir in unserem ersten Herrensäbel-Teammatch direkt gegen die Nummer eins ran müssen!“ kommentiert Bondar die Leistung seiner Equipe „Aber die Mannschaft hat sich super geschlagen.“  Zunächst sorgt Maurice Schmidt dafür, dass das deutsche Team mit 5:4 in Führung geht. Doch weder Balwinder Cheema noch Julius Haupt können den Italienern viel entgegen setzen und so ist es wieder der Schmidt, der das deutsche Team nach einem 7Punkte-Rückstand wieder mit 25:23 in Führung bringt.

Angespornt durch diese tolle Leistung bringen auch Haupt und Cheema ihre nächsten Gefechte nach Hause, es steht 35:34. Im vorletzten Mannschaftsgefecht heißt es Jugend gegen Erfahrung. Haupt, erst seit einem Jahr mit dem Säbel unterwegs, muss gegen den Routinier der Italiener, Andrea Pellegrini ran. Erneuter Führungswechsel, Italien startet mit 40:35 in das letzte Gefechte und erneut soll es Maurice Schmidt richten. Er kämpft, holt sieben Treffer und verliert am Ende doch mit 42:45 knapp. Auch die Platzierungsgefechte kann Deutschland nicht für sich entscheiden. In der Besetzung Maurice Schmidt, Julius Haupt und Balwinder Cheema belegt das deutsche Team am Ende Platz 7, neuer Europameister wird das Team aus Italien.

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