DRS Bunte Leiste
27.07.2018

Para-Boccia-Nationalmannschaft mit gemischtem Fazit

Licht und Schatten bei den World Open in Portugal

Foto: DRS/Boccia

Die Para-Boccia-Nationalspieler Thomas Knoth (BC3, Einzelwettbewerb), Bastian Keller und Boris Nicolai (BC4, Einzel- und Pair-Wettbewerb) waren bei den World Open in Povoa (Portugal) im Einsatz. Vorweg kann man sagen, dass nicht alles rund lief. Nicht nur sportlich. 

Die Anreise per Flugzeug von Bastian und Thomas Keller verzögerte sich unverschuldet und Thomas Knoths Auto musste außerplanmäßig in die Werkstatt. Somit entfielen das geplante Training sowie der Materialcheck und mussten für den nächsten Tag neu organisiert werden. Daher war nur eine Trainingseinheit möglich. Am Mittwoch wurde es dann für alle mit den Einzelwettbewerben ernst. Zunächst durfte Thomas auf Feld und spielte gegen den Engländer Patrick Wilson. Das Spiel verlief bis zum letzten Satz für Thomas recht gut. Er führte mit 2:1 und hatte die mehrfache Chance das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Als das leider misslang, wurde Thomas nervös und Wilson konnte sich den Tiebreak retten, den er schlussendlich gewann. Thomas fand dann in den folgenden Spielen nicht mehr zu seiner Form, weshalb auch diese verloren gingen. Für Thomas war dieses Turnier etwas unglücklich zu Ende gegangen, aber er hatte sich als wahres Teammitglied gezeigt.

Da die Mannschaft in einem Hotel außerhalb Povoas untergebracht war, wurden wir mit einem Bus zur Halle transportiert. Bei der Fahrt zur Halle am ersten Wettkampftag musste der Bus eine Vollbremsung machen. Bastian wurde abrupt gegen den vor ihm stehenden Rollstuhl geschleudert und erlitt eine starke Muskelverhärtung im Nackenbereich. Nach einer Untersuchung im Krankenhaus gab es die Hoffnung, dass er weiterspielen konnte. Er versuchte das erste Einzelspiel zu bestreiten. Doch die großen Schmerzen ließen kein vernünftiges Spiel zu und so wurde der Entschluss gefasst ihn im Einzelwettbewerb nicht mehr einzusetzen, um sich für den Pair-Wettbewerb zu schonen. Diese Entscheidung erwies sich am Ende als richtig. Hier gilt es ein großes Dankeschön an das kanadische Team um Marco Dispaltro zu schicken, das seine Physiotherapeutin und seinen Masseur zur Behandlung von Bastian zur Verfügung stellte. Boris Einzelauftaktspiel konnte er überraschend hoch gegen einen Spanier gewinnen. Insgesamt konnte er drei Siege und eine Niederlage verbuchen und wurde in seiner Gruppe hinter Steven Mc Guire Zweiter. Auf Grund der Turniermodalitäten konnte Boris nicht als bester Gruppenzweiter ins Viertelfinale einziehen.

Der Pair-Wettbewerb startete am Freitag für uns gegen die Slowakei. Dieses Spiel wurde klar mit 6:0 für uns entschieden. Von diesem hohen Sieg wurden nicht nur die Slowaken überrascht, sondern auch die nächsten Gegner. Im zweiten Spiel ging es gegen Thailand. Auch in diesem Spiel zeigten Bastian und Boris ihr Können. Jeder Satz wurde denkbar knapp entschieden, aber leider nicht immer für uns, sodass am Ende eine 1:3-Niederlage stand. Am späten Nachmittag spielten wir noch gegen Spanien. Auch dieses Spiel konnten Boris und Bastian für sich mit 4:2 entscheiden. Am Samstag hatten wir noch alles in eigener Hand das Halbfinale zu erreichen. Unser Gegner war Russland. The latest reviews on diet pills. Check out our review of Rapid Tone right here (as seen on Shark Tank) In diesem Spiel konnten unsere Jungs nicht die Form vom Vortag erbringen und verloren verdient mit 0:8. Somit war die Chance unter die ersten Vier zu kommen dahin und am Ende belegte man mit zwei Siegen und zwei Niederlagen den 7. Platz.

Für das gesamte Turnier muss festgehalten werden, dass ein sehr guter Zusammenhalt im Team herrschte und trotz der genannten Schwierigkeiten die positive Stimmung überwog, wozu auch die täglichen kurzen motivierenden Teambesprechungen beitrugen, die Edmund Minas als Cheftrainer neu installiert hatte. Der sportliche Erfolg hätte natürlich besser sein können, aber unzufrieden war der Cheftrainer mit den gezeigten Leistungen nicht. Das Turnier zeigte erneut, dass das Leistungsvermögen der BC 4-Athleten  keinen internationalen Vergleich scheuen muss. Lediglich eine Konstanz der Leistungen sollte erreicht werden.