DRS Bunte Leiste
03.05.2018

David Lebuser verteidigt 3. Platz

Weltmeisterschaft der Rollstuhlskater in Kalifornien

David Lebuser - Foto: Robert Loeung

Von links: Blake Simpson, Aaron Fotheringham, David Lebuser - Foto: Privat

WCMX-Women - von links - hinten: Jamey Perry, Tia Pearl, Tracie Garachocea, Alyssa Montgomery, Lisa Schmidt; vorne: Katherine Beattie, Lily Rice - Foto: Privat

Bei der WCMX World Competition in Fontana, Kalifornien, traten die Besten ihres Sports an, um den Weltmeister 2018 zu ernennen. Den Titel verteidigt Aaron Fotheringham aus den USA, vor Blake Simpson (ebenf. USA) und David Lebuser, der damit seinen Platz auf dem Treppchen ebenfalls verteidigen konnte. Neben der Bronzemedaille nimmt David Lebuser auch eine weitere Auszeichnung mit nach Hause, den Sean Mahaney Award.

Es ist Frühling - im kalifornischen Fontana, nahe Los Angeles, das heißt 28° C und brühend heiße Sonne mit ab und an einer erfrischenden Brise. Die Stadt mit knapp 200.000 Einwohnern an der historischen Route 66 war dieses Jahr Austragungsort der WCMX World Competition, als offizielle WCMX Weltmeisterschaft. Der Skatepark Fontana South wurde mehrere Tage von Rollstuhlfahrern aus der ganzen Welt bevölkert.

In verschiedenen Startklassen, Divisions genannt, starteten insgesamt 40 Rollstuhlskater aus der ganzen Welt. Besonders erfreulich, dass es auch immer mehr Starter aus Europa gibt. Bei den Frauen konnte Lily Rice, gerade mal 14 Jahre alt, aus Großbritannien bei Ihrer Premiere gleich die Silbermedaille mit nach Hause nehmen. Weltmeisterin wurde die ebenfalls erst 13 Jährige Alyssa Montgomery. Mit dieser Überaschung wurden die Favoriten Jamey Perry und Katherine Beattie auf die Plätze verwiesen. Den 3. Platz gewinnt Tracy Garacochea (58). Hier wird klar, in diesem noch jungen Sport kommen schnell neue ambitionierte Athleten nach. Das hat auch Lisa Schmidt aus Hamburg zu spüren bekommen. Sie konnte ihren 3. Platz nicht verteidigen. Sie landete dieses Jahr auf Platz 7.

Bei der gemischten Startklasse „Intermediate“ - Fortgeschrittene, konnte ebenfalls ein Europäer die Silbermedaille mitnehmen. Toni Quinonero aus Spanien schaffte das hinter Garnett Silver-Hall.

In der höchsten Startklasse der Männer konnte sich Titelverteidiger Aaron Fotheringham mit einem erneuten Trickfeuerwerk durchsetzen. Backflips, 360s, Handplants und vieles mehr gehörten zu seinen Runs. An zweiter Stelle platzierte sich erneut Blake Simpson, dieses mal nur denkbar knapp vor dem deutschen Starter David Lebuser. Nur einen Punkt Unterschied vergaben die Juroren. So hart umkämpft wie dieses Jahr war das Treppchen hier wohl noch nie. Das zeigte sich auch in einigen Stürzen, die aber allesamt ohne Verletzungen ausgingen.

Neben dem Wettkampfgeschehen wurde David Lebuser auch mit dem Sean Mahaney Award ausgezeichnet. Der Award zu Ehren des im letzten Jahr tragisch verunglückten Rollstuhlentwicklers und großen Unterstützers des Sports, Sean Mahaney, wurde zum ersten Mal verliehen und soll an den Spirit des Verstorbenen erinnern. So wurde Lebuser laut Donna Mahaney verdient ausgewählt, weil er, wie kein anderer, den Geist ihres verstorbenen Mannes in die Welt trägt.

Da Reisen und Unterkünfte bisher privat durch die Athleten finanziert werden müssen, war auch in diesem Jahr aus Kostengründen leider keine WM-Teilnahme für das gesamte Team Germany möglich. 

Der Deutsche Rollstuhl-Sportverband, genauer der Fachbereich WCMX, plant 2019 die WCMX World Championships in Deutschland auszurichten. Wir dürfen uns also freuen, Weltklasse-Athleten bald bei uns live zu erleben. Neben der WM-Premiere steigt im August diesen Jahres - sozusagen als Warm-up - erst einmal die erste DM - im Rahmen der Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft - in Hamburg.

Aktuelles zur DM 2018 und zur WM 2019:

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