DRS Bunte Leiste
09.01.2018

Heidi Hoch verstorben

Der DRS trauert um seine langjährige Mitstreiterin

Heidi Hoch * 4. März 1949 † 30.11.2017 - Foto: Privat

Der Deutsche Rollstuhl-Sportverband nimmt Abschied von Heidi Hoch, die am 30. November 2017 nach schwerer Krankheit im Alter von 68 Jahren verstorben ist.  

Heidi hat sich während ihrer langen Zeit im Behindertensport einen guten Namen bei ihren Sportlerinnen und Sportlern sowie bei den vielen Trainer- und Betreuerteams, bei denen sie eingesetzt war, gemacht. 

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Eugen engagierte sich Heidi beim DRS viele Jahre in der AG "Paralympisches Boccia" und hatte großen Anteil daran, innerhalb dieser Sportart beim DRS professionelle Strukturen zu schaffen. Beim Deutschen Behindertensportbund (DBS) war sie aktiv in den Abteilungen Leichtathletik und Para-Cycling und hatte innerhalb der DBS-Radsport-Abteilung bei allen einen besonderen Namen: dort wurde sie auch "Mutter Oberin" genannt. 

Aufgrund ihres großen Einsatzes und ihrer herzlichen Art war sie auch beim Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN) sehr beliebt. In der Behindertensportgruppe der Wilhelmshavener Kinderhilfe, die sie 1983 mit gegründet hat, genoss sie großes Vertrauen bei den Sportlerinnen und Sportlern ebenso wie bei deren Eltern.  

Besonders setzte sich Heidi für Kinder und Jugendliche mit Handicap ein. So war sie bei vielen Paralympics als Co-Trainerin bzw. Betreuerin dabei und begleitete in diesem Rahmen die paralympischen Jugendlager, wodurch sie auch in der Jugendabteilung des DBS (DBSJ) großen Respekt genoss.

Aufgrund ihres herausragenden Engagements wurde Heidi Hoch im November 1999 die höchste Ehre der Bundesrepublik Deutschland zuteil: Vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau wurde sie mit dem "Verdienstkreuz am Bande" ausgezeichnet. 

Ihr Wirken wurde bestimmt durch ihre Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Standhaftigkeit und Glaubwürdigkeit. Heidi Hoch hat den Behindertensport in Deutschland entscheidend mitgeprägt. Ihr unermüdliches Engagement im Sinne der Sache bleibt für immer unvergessen.

Unser ganzes Mitgefühl gilt ihrer Familie und ihren Angehörigen. 

Ulf Mehrens
Vorsitzender des Vorstandes
Für den Deutschen Rollstuhl-Sportverband e.V.