DRS Bunte Leiste
13.11.2017

Viertelfinalpaarungen stehen fest!

Auslosung nach der Vorrunde lässt viele Spekulationen zu

Die Regionalligisten verkauften sich, wie erwartet, gut in der ersten Runde des DRS-Pokals und stellten die Teams der zweiten Bundesliga vor eine harte Probe. So liefen die Köln 99ers 2 an der Kieler Förde gleich auf Grund. Erst zum Ende des sehr ausgeglichenen Spiels setzten sich die Wheelers ab und legten mit dem 69:52 (37:29) im Hafen an. Nun musste der Favorit aus Hannover gegen die rollenden Bären aus Essen ans Werk und hatte gegen die befreit aufspielenden Ruhrpottler mehr Mühe als gedacht. So war zur Halbzeit (33:21) der Vorsprung für United noch nicht das Gelbe vom Ei, was auch die Spielweise betrifft. Erst im letzten Abschnitt kam der Erstligist zu einfachen Punkten und dem 73:44 Entstand. Jetzt durften zur Freude aller, die Kieler Sprotten noch gegen eine Mannschaft aus der Beletage aufs Feld rollen. Dass das Spiel mit 28:91 an die Niedersachsen ging, war absolute Nebensache, denn die positiven Eindrücke und der Gewinn an Erfahrung sollte in der „Holstenstadt tom Kyle“ noch lange nachwirken. Toll gemacht, Kieler Wheeler!!

Chapeau auch für die Kapuzen aus Jena. Völlig unerwartet wurden die Bundesstädter mit einer 65:48 Packung wieder Richtung Rhein geschickt. Lars Christink und sein Team waren absolut auf Zweitliganiveau und ließen den Bonnern nicht den Hauch einer Chance. So war die Freude auf das dann noch ausstehende Match gegen eine Mannschaft aus Liga Nummer eins riesig. Hier wurde der Gegner zwischen den München Iguanas und den Köln 99ers ermittelt. Irgendwie plätscherte das Spiel unaufgeregt vor sich hin. Die Leguane immer mit einem 6-8 Punkte Vorsprung wurden von den 99ers nicht in Bedrängnis gebracht. Ob es hier am Fehlen von Even und Shinoda lag, muss Coach Foden nach der 91:75 (45:42) Niederlage beantworten. Auch Schiller und Goethe hätten den Caputs im Spiel gegen die Bayern applaudiert, denn sie machten ihre Sache gut, allerdings ging der Sieg mit 81:33 wie erwartet an die Münchner.

Die Verlängerung wurde im Spiel der Ahorn Panther gegen die Reserve der BG Baskets Hamburg erforderlich, um den Gewinner zu ermitteln. Zwei Phasen der Unaufmerksamkeit brachten die Panther bei ansonsten ausgeglichenem Spielverlauf unter Zugzwang und es reichte nur zu einer fünfminütigen Extrazeit. Der Gastgeber verlegte aber die beiden ersten Wurfmöglichkeiten und musste die BG erfolgreich werfen lassen. Am Ende Stand das 69:72 (62:62, 29:27), wozu den Paderbornern ebenfalls ein „Alle Achtung“ gebührt. Kurzen Prozess machten die Bullen aus Elxleben mit dem RSC Osnabrück beim 27:100. 73 Punkte unterschied zwischen dem Tabellenführer aus Liga eins gegenüber dem Tabellenführer aus Liga zwei machen aber nachdenklich!! Kurz erzählt ist auch vom letzten Spiel des Tages. 118:39 ging das nächste Aufeinandertreffen der beiden Bundesligen aus. Hier ist dem fast perfektem Spiel der Thüringer auch durch die Elbestädter nichts entgegen zu setzen.

Schnörkellos lief es auch in Wiesbaden bei den Rhinos 2. Zum Auftakt hielten die Gastgeber gegen die Baskets Salzburg gut mit, mussten aber mit zunehmender Spieldauer die Alpenländler ziehen lassen, so dass das 53:68 als Achtungserfolg verbucht werden kann. Im nächsten Spiel der beiden Süd-Zweitligisten aus Österreich und Belgien sollte der Viertelfinalteilnehmer ermittelt werden. So machten die Roller Bulls auch direkt Ernst, ohne dass sich die Gäste der UNESCO-Weltkulturstadt beeindrucken ließen. Nach dem Pausentee ging es beim 31:30 für St.Vith weiter. Die Baskets wurden nun langsamer in ihren Bewegungen, so dass die Bulls nun wegzogen und mit dem 67:49 Erfolg das Viertelfinale buchen konnten. Allerdings hatten die Götter des Schweißes hier noch ein Wörtchen mitzureden, denn die Ostbelgier mussten noch gegen die Rhinozerosse ran. Mit den Gedanken schon bei der Auslosung, vergaßen die Roller Bulls etwas das Spielen und die Kurstädter gaben richtig Gas, was ein 21:23 nach zwanzig Minuten bedeutete. Aufgeweckt und druckvoll gingen die Ostbelgier dann zur Sache und brachten das Spiel letztendlich deutlich mit 63:33 in die Ardennen. Ein Applaus auch den Reserve Rhinos für das engagierte Auftreten.

An der Leine kam es heute zum Spiel der Zweitvertretung von Hannover United gegen die Baskets 96 Rahden. Beide spielten recht ansehnlich, ohne dass die 96er hier groß in Bedrängnis kamen und mit 77:57 das Parkett als Sieger verließen. Die zweite Zweitliga Mannschaft, die an diesem Tag gegen einen Erstligisten zum Einsatz kam, war der BBC Warendorf. Schon nach zehn Minuten war die Vorentscheidung mit dem 28:2 gefallen. Nun hieß es Kräfte schonen für die BSC Rollers Zwickau, denn im Endspiel warten ja die Rahdener, die auch 3 Stunden Erholungspause hatten. Zu Ende gespielt wurde trotzdem und die Rollers gewannen 97:25. Mit heißen Felgen ging es sofort im Finalspiel rund. Beide schenkten sich nichts und die Bewohner der nördlichsten Stadt in Nordrhein-Westfalen gingen jeweils mit zwei Punkten Vorsprung in die Viertel zwei und drei. Hier legten die Baskets noch einen Gang zu und gingen mit 52:39 in Führung. Alles deutete auf eine Überraschung hin, aber es blieben den Muldestädtern noch zehn Minuten. Zwar wurde das Spiel des Pokalsiegers von 2008 wieder besser, aber Trainer Jaglowski und sein Team hielt den Anforderungen stand und kam zu einem 75:65 Erfolg über den Ligakonkurrenten.

Nichts Anbrennen ließ auch der RSV Lahn-Dill beim ersten Auftritt in Luxemburg. Die Hausherren waren beim 30:101 mehr als eine Liga schlechter als der RSV. Mit der Erstvertretung der Rhine River Rhinos wartete aber ein anderes Kaliber in Spiel zwei auf den Titelverteidiger. Immer leicht im Vorteil, aber ohne zu überzeugen, ging der RSV mit 35:25 in die Pause. Etwas unkonzentriert und mit nur sechs Körben in Abschnitt drei verloren die Dickhäuter die Augenhöhe, mit der sie bis dato spielten. Auch wenn Viertel vier mit 18:7 an die Rhinos ging, blieb der Einzug ins Viertelfinale dem RSV nach dem 58:49 vorbehalten. Bedeutungslos war das letzte Pokalspiel des nachmittags zwischen den Lux Rollers und den Rhine River Rhinos. So unbedeutend wie das Spiel, war auch das Ergebnis von 24:92 für die Wiesbadener.

In Tübingen hielt der Regionsvertreter des RSVK gegen die BG Baskets Hamburg mit. Das 52:96 liest sich für die zwei Klassen tiefer spielenden Tübinger aber gut. Mit Spannung wurde dann die Begegnung der Hamburger gegen die Trierer Delphine erwartet und keiner wurde enttäuscht. Offener Schlagabtausch auf beiden Seiten, attraktives Spiel und eine Einpunkt-Führung für die Hanseaten nach den ersten beiden Vierteln. Zunehmend besser gingen die Dolphins in das Match und konnten den dritten Abschnitt mit 49:58 für sich entscheiden. Im letzten Viertel waren die Hamburger aber zu ungefährlich und konnten den Trierern nicht mehr gefährlich werden, so dass das Spiel mit 83:71 an die Porta Nigra ging. Zum Abschluss zeigten die Dolphins noch einmal ihre ganze Klasse gegen den RSVK Tübingen. Über ein 50:9 und dann zwei Gänge runter schaltend ging das Abschlussspiel mit 93:26 an den Viertelfinalteilnehmer.

An Spannung und Dramatik kaum zu überbieten waren die Spiele in Gruppe acht, in der ausschließlich Vertreter der zweiten Liga Süd antraten. Die Rolling Chocolate Heidelberg mussten gegen die Sabres Ulm in die Verlängerung, um die Hoffnung auf das Viertelfinale nicht schon frühzeitig zu begraben. Hier behielt der Ausrichter mit dem 53:49 die Oberhand. Ob die fünf Extra-Minuten den Ersatzgeschwächten Ulmern im Spiel gegen die Lahn-Dill Skywheelers Kraft gekostet haben, ist zu vermuten. Nach ausgeglichenem Start (12:12) ging den Spatzen mit zunehmender Spielzeit die Puste aus und die Spielgemeinschaft setzte sich deutlich mit 48:31 durch. Zum Showdown kam es dann zwischen den Gastgebern und den Skywheelern. Beide Fahrerlager waren gut im Rennen und boten sehenswerten Basketball. Nach der Pause kamen die lineup von Wetzlar/Frankfurt leicht in Vorteil, der sich bis kurz vor Schluss in einen Vierpunkte-Vorsprung an der Anzeigetafel zeigte. Beim 50:51 wurde es noch einmal richtig eng, aber die Lahn-Dill Skywheelers behielten die Nerven und das Ticket für das Viertelfinale beim 50:56 in den Händen.

Im Anschluss an die Begegnungen in Tübingen wurde durch Pokalspielleiter Peter Röder, der dabei tatkräftige Unterstützung hatte, die Begegnungen des Viertelfinales ausgelost.

Am 16./17. Dezember 2017 kommt es zu folgenden interessanten Paarungen:

  • Hannover United - RBB München Iguanas
  • Baskets 96 Rahden - RSV Lahn Dill
  • Roller Bulls Ostbelgien – RSB Thuringia Bulls
  • Lahn-Dill Skywheelers – Doneck Dolphins Trier

>>> alle Ergebnisse der Vorrunde auf einen Blick