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11.11.2017

Ulrike Lotz-Lange wird Vize-Weltmeisterin

Rollstuhlfecht-WM in Rom - Silber im Damenflorett-Finale

Finale Ovsyannikova vs. Lotz-Lange

Die Abstandmessung ist genaustens einzuhalten. - Fotos: Udo Ziegler

(iz) Im Damenflorett-Finale der Weltmeisterschaften Rom 2017 im Rollstuhlfechten unterliegt Ulrike Lotz-Lange (HFC Lübeck) der Russin Ksenia Ovsyannikova mit 7:15 und gewinnt die Silbermedaille. Bereits am Vortag erkämpften sich Sylvi Tauber (Makkabi Rostock) und Maurice Schmidt (SV Böblingen) mit dem Degen die Plätze 13 und 14. Balwinder Cheema (Makkabi Rostock) wird 12. im Herrensäbel.                             

Schon zum WM-Auftakt wuste die blonde Athletin aus dem Norden  zu überzeugen. Lange stand ihr Start verletzungsbedingt in den Sternen. Nach dem O. K. des behandelnden Arztes und einer neu angepassten Handorthese ist Lotz-Lange wieder zurück im inter­nat­ionalen Geschehen. Die Vorrunde war noch recht durchwachsen, „aber schon im Viertelfinale konnte man sehen und spüren, dass hier noch Luft nach oben ist“ kommentiert Cheftrainer Alexander Bondar freudestrahlend die Silbermedaille. Lotz-Lange besiegt unter den TOP 8 der Kategorie C zunächst ganz souverän die Italienerin Annamaria Soldera mit 15:4 und trifft dann im Halbfinale auf die Ukraninerin Hannah Pashkova. In der Vorrunde ging dieses Duell noch deutlich für Pashkova aus und so war Lotz-Lange gewarnt. In einem heiß umkämpften Gefecht bezwingt Lotz-Lange denkbar knapp mit 15:14 ihre Gegnerin und zieht in das Finale ein. Trotz aller Anstren­gungen ist aber gegen Ksenia Ovsyannikova nichts auszurichten. Lotz-Lange erringt hochverdient den zweiten Platz und wird Vize-Weltmeisterin. „Ich möchte die Erwartungen nicht zu hoch hängen, denn ich habe noch reichlich Trainingsrückstand“ gibt sich Lotz-Lange bescheiden, „aber meine Hauptwaffe kommt noch!“

Am Vortag mussten ihre Team-Kolleginnen und -Kollegen sich mit ihrer zweiten Waffe beweisen.

Balwinder Cheema (Makkabi Rostock) kam in seiner Hauptwaffe Säbel souverän über die Vorrunde in die Direktausscheidung. Beim Kampf um den Einzug unter die TOP 8 stand Cheema kein geringerer als Paralympics-Sieger Adrian Castro (POL) gegenüber. Trotz eines guten Gefechts konnte Balu seinen Gegner nicht in die Knie zwingen. Er wird am Ende 12.

Sylvi Tauber (Makkabi Rostock) kämpfte sich bis ins 16er K. O. vor und unterlag beim Damendegen-Wettbewerb in der Kategorie B ihrer Konkurrentin Tatiana Pozniak (UKR) im 16er K. O. deutlich. Sie musste mit Platz 13 zufrieden sein.

Der Youngster im Team, Maurice Schmidt (SV Böblingen), erwischte im teilnehmer-stärksten Wettbewerb, Herrendegen Kategorie A, einen guten Start und stieg nach einem ausgeglichenen Pool an 14. gesetzt in die Direktausscheidung auf. Im 32er K. O. besiegte er zunächst Martym Kavalenia (BLR), seinen Einzug unter die TOP 8 verhinderte dann Zainulabdeen Al-Madhkhoori (IRQ). Schmidt belegt im Endklassement Rang 14.

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