DRS Bunte Leiste
12.10.2017

Bahn frei für die Rennrollstühle!

Erfolgreicher Start für das DRS-Nachwuchs-Team „Go for Tokyo!“

Über 30 km/h schnell werden die Rennrollstühle – vorausgesetzt die Technik timmt.

Elf junge, begeisterte Rennrollstuhl-Sportler bilden mit Gudrun und Heini Köberle das Team „Go for Tokyo!“. Einige waren bereits Mitglieder im Team „Rio ruft!“. - Fotos: Stefan Brendahl

Für elf junge Rennrollstuhl-Athleten ging es im Rahmen des neuen Teams „Go for Tokyo!“ am ersten Oktoberwochenende zum ersten Mal gemeinsam auf die Trainingsbahn. Nach dem Erfolg des Vorgängerteams „Rio ruft!“ rief der Deutsche Rollstuhl-Sportverband e.V. (DRS), Fachbereich Leichtathletik, mit der Unterstützung der Firma Invacare® ein neues Nachwuchsprojekt ins Leben. Unter der Leitung des Trainerteams Heini und Gudrun Köberle absolvierten die jungen Sportler ihren ersten gemeinsamen Lehrgang im Olympischen und Paralympischen Trainingszentrum Kienbaum.

Die Team-Lehrgänge sind für die jungen Rennrollstuhl-Sportler ein Highlight: Zusammen trainieren, voneinander lernen und sich gegenseitig messen – das ist nur in der Gruppe und bei wenigen Wettkämpfen möglich. Umso mehr freuen sich die jungen Athleten zwischen 11 und 25 Jahren im Team „Go for Tokyo!“ zweimal jährlich für ein Wochenende gemeinsam Rennrollstuhl-Fahren zu können.

Den Auftakt bildete das Trainingszentrum Kienbaum mit idealen Bedingungen: Auf verschiedenen Strecken, von 400 Meter-Rundbahnen bis hin zu einer zweieinhalb Kilometer langen Bitumenbahn im Wald, konnten sich die Schnellfahrer austoben.

„Wir freuen uns sehr, wieder Förderer des Teams „Go for Tokyo!“ sein zu dürfen“, sagt Marc Binder, Geschäftsführer der Invacare GmbH. „Sportsgeist und Spaß der jungen Rollstuhlsportler begeistern uns und bekräftigen uns darin, mit unseren Produkten und Hilfsmitteln solche Entwicklungen und Erfolge ermöglichen zu können.“

Hochleistungssport Schnellfahren

Schnellfahren mit dem Rennrollstuhl sieht leichtgängig und schwungvoll aus, aber es erfordert Kraft, Kondition und vor allem die richtige Technik. „Beim Schnellfahren wird die gesamte Oberkörpermuskulatur gestärkt. Außerdem wirkt sich dieser Sport positiv auf das gesamte Körpergefühl aus und fördert die Entwicklung der Persönlichkeit – schließlich ist Schnellfahren etwas Besonderes“, erklärt Heini Köberle. Aus seiner persönlichen langjährigen Erfahrung weiß der Trainer, worauf es im Detail ankommt und wie er die Sportler motivieren kann. Verschiedene Trainingseinheiten, Gruppenspiele und Einzelaufgaben absolvieren die Teammitglieder beim Lehrgang mit Feuereifer. „Rennrollstuhlfahren ist ein sehr schöner Sport. Nur leider haben die jungen Sportler selten das Glück, im gleichen Verein trainieren zu können. Mit unseren Lehrgängen bieten wir den Jugendlichen die Möglichkeit, gemeinsam stärker zu werden“, so Köberle.

Das große Ziel: Paralympics 2020

Natürlich teilen die Athleten alle einen Traum: die Teilnahme an den Paralympics 2020 in Tokyo. Für manche stehen die Chancen gut – so erfüllte sich für Denis Schmitz (25) dieser Traum mit dem Team „Rio ruft!“ im Jahr 2016 in Rio de Janeiro. „Aber“, so erklärt Gudrun Köberle, „es geht nicht nur um die Paralympics. Unsere Devise lautet: Der Weg ist das Ziel – und dabei soll die Freude am Sport im Vordergrund stehen.“

>>> www.invacare.de/de/news/go-tokyo-2