DRS Bunte Leiste
18.04.2013

Deutschlands 1. ChairSkating-Workshop - "Skaten mit Rollstuhl"

Kursleiter David Lebuser beim sogenannten "Plant" an der Quarterpipe

David Lebuser und ChairSkating-US-Profi Aaron Fotheringham beim "Freestyle"

Einrad-"Wheelie" von David Lebuser

Auftakt-Event in Hamburg der neuen DRS-AG "Actionsport" 

Am 05.05.2013 wird der Deutsche Rollstuhl-Sportverband e.V. (DRS) gemeinsam mit dem gemeinnützigen Hamburger Verein UTE e.V. auf dem Sportareal Waldpark Marienhöhe / Rissen (Hamburg-Altona) den bundesweit ersten Chairskating-Workshop durchführen, parallel dazu findet ein Rollstuhlbasketball-Workshop statt. In buntem Rahmen mit Grillfest und Musik möchten wir gemeinsam einen fröhlichen, action-geladenen Rollstuhlsporttag erleben. Das Angebot richtet sich an aktive Kinder, Jugendliche und erwachsene Rollstuhlfahrer, die „mal etwas Neues“ erleben wollen und probieren möchten, ob „ChairSkating“ auch für sie als Freizeitsportart in Frage kommt. Wir haben zahlreiche Helfer, die auch absoluten Anfängern hilfreich unter die Arme greifen und für ausreichende Sicherheit sorgen.). 


Skaten mit dem Rollstuhl? -  ChairSkating

Bisher waren es nur Wenige, die vereinzelt Ihrer Leidenschaft zum „Skaten per Rollstuhl“ nachgegangen sind - spätestens aber, seit Aaron „Wheelz“ Fotheringham, durch seine Rollstuhl-Backflips via Internet weltweit bekannt geworden ist, ist der Extremsport ChairSkating auch bei jungen Rollstuhlnutzern beliebt geworden, und die Nachfrage wächst. In vielen Ländern gibt es bereits Wettbewerbe und Veranstaltungen bei denen sich ausgetauscht und gemessen werden kann. Nun wollen wir dies auch in Deutschland für alle Interessierten möglich machen, gemeinsam! Das Extreme ist im Rollstuhl- und Behindertensport angekommen.


Extremsport im Rollstuhl

Der DRS hat jüngst die Arbeitsgemeinschaft „Actionsport“ gegründet, die diversen „Extrem“-Sportarten eine Planungsstruktur geben und über die unterschiedlichen Angebote in der breiten Öffentlichkeit informieren soll. Sei es nun ChairSkating, Parasurfing, Kneeboarding, MonoX, Wasser-Ski, Wakeboarding oder eines der vielen anderen Actionsportarten. Der "ChairSkating-Workshop“ soll für diese Arbeitsgemeinschaft die Auftaktveranstaltung darstellen.


Ziele des Workshops

Mehr Mobilität: Das Überwinden von Kanten und Bordsteinen per Rollstuhl ist essentiell für die unabhängige Mobilität von Rollstuhlfahrern im Alltag, die „Basics“ erlernt jeder Frischverletzte bereits in der Reha. Aber wie sieht es mit dem Überwinden von Treppen und Schrägen aus? Schaffe ich es auch alleine größere Kanten herunter? All dies wird spielerisch beim ChairSkating geübt und vertieft. Die Gewissheit, sich auch im schwierigen Gelände ohne Fremdhilfe mit Rollstuhl bewegen zu können, steigert die persönliche Freiheit und das Selbstbewusstsein. 

Information: Während „klassische“ Sportarten im Rollstuhl (Basketball, Tischtennis, Leichtathletik, Rugby) inzwischen relativ bekannt sind und es entsprechende Angebote in großer Fülle gibt, gehören die Extremsportarten noch zu den „Stiefkindern“ der Rollstuhl-Sportarten. Dies ist zum einen bedingt durch die nachvollziehbare Skepsis und Scheu gegenüber Sportarten, die auf den ersten Blick ein erhöhtes Verletzungsrisiko darstellen, zum anderen ist es auch der Tatsache geschuldet, das es bundesweit bisher an entsprechenden Angeboten und Möglichkeiten fü Rollstuhlnutzer mangelte. Das fehlende Wissen vieler über diese Sportarten („das geht auch als Rollifahrer??“) trägt sicherlich auch einen erheblichen Teil dazu bei. Dies wollen wir ändern!

Aufklärung: Als Außenwirkung möchten wir an diesem speziellen Tag (20. Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung) natürlich auch öffentlich auf die besondere Situation von Menschen mit Behinderung im Alltag aufmerksam machen. In punkto „Inklusion“ ist in Deutschland viel in Bewegung, dennoch sind wir im Alltag noch nicht bei der kompletten Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung angekommen, daran soll am 05.05.2013 erinnert werden.


Beteiligte Personen und Einrichtungen

Veranstalter ist der Deutsche Rollstuhlsport-Verband e.V. (DRS), Ausrichter ist UTE e.V.(Verein für den engagierten Umgang mit Behinderung). Vor Ort stehen uns zahlreiche Unterstützer und Helfer zur Seite, u.a. durch die Aktion Mensch sowie das Berufsgenossenschaftliche Unfallkrankenhaus Hamburg (BUKH). Als Kooperationspartner konnten wir darüber hinaus die Firma Schwalbe und THE ROLLING COMPANY für das Projekt gewinnen.

Alle Infos zum Termin finden Sie HIER.


Fotos: privat/www.mind-production.de