DRS Bunte Leiste
30.03.2012

Wetzlar ist beim Final Four 2012 wieder einmal Hauptstadt der Sportart

Lokalmatador RSV Lahn-Dill will vor eigenem Publikum Pokal verteidigen

Im Jahr 2002 feierte der Titelverteidiger RSV Lahn-Dill seinen ersten von bisher acht Cupsiegen. - Foto: RSV Lahn-Dill

Der Andrang wird wieder groß sein und die Zuchauer dürfen gespannt sein, wer das Rennen macht. - Foto: Armin Diekmann

(aj) Wenn am Sonntag um 15 Uhr das 28. Endspiel um den Deutschen Pokal in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle steigt, will Titelverteidiger RSV Lahn-Dill derjenige sein, der nach vierzig Spielminuten den DRS-Pokal in die Höhe recken darf. Ein erneuter Pokalsieg, es wäre der neunte Streich, würde die Wetzlarer Rollis dabei zum deutschen Rekord-Pokalsieger machen und den USC München ablösen. Doch auch die Bayern haben am Wochenende ihre Finger im Spiel und wollen wie die Überraschungsmannschaft RSB Team Thüringen und RSV-Halbfinalgegner RSC-Rollis Zwickau ihre Chance wahren.

 

„Wir freuen uns insbesondere für die vielen Rollstuhlbasketball-Fans in der Region, dass das Final Four wieder einmal Station in seiner Hauptstadt Wetzlar macht. Dies wollen wir nutzen, um unseren Fans, Partnern und natürlich uns selbst ein berauschendes Basketballfest zu bieten“, so RSV-Manager Andreas Joneck mit Ausblick auf die zweitägige Veranstaltung, die alleine ein Schaulaufen von 16 Nationalspielern aus neun Nationen in der August-Bebel-Sporthalle garantiert und sogar einen langjährigen spanischen RSV-Fan anreisen lässt. Die Golden Spirit Cheerleader, SWG-Drache Fabius und der OBI-Biber, zahlreiche Gewinnspiele und Mitmachaktionen der RSV-Partner, die Auszeichnung des besten Spielers jeder einzelnen Partie mit dem LoFric-Award, eine Scheckübergabe an das Albert-Schweitzer-Kinderdorf und letztendlich der Auftritt des 40-köpfigen Blasorchesters der Feuerwehr Schwalbach, die am Sonntag auch die traditionelle Nationalhymne vor dem Finale spielt, runden das Programm ab.

 

Die Kontrahenten
Bevor jedoch Verbands-Vizepräsident Werner Otto aus Wachtberg am Sonntag dem Kapitän des neuen Deutschen Pokalsiegers die Trophäe übergeben kann, stehen am Samstag zwei hoch interessante Halbfinalspiele auf dem Programm. Im ersten Duell um 17 Uhr trifft der achtmalige Cupgewinner aus München auf den Final Four Debütanten aus Thüringen. Beide Teams wollen nach dem Semifinal-Aus in der Meisterschaft am vergangenen Wochenende eine erfolgreiche Saison krönen und sich mit dem Finaleinzug belohnen. Insbesondere das RSB Team Thüringen kann dabei befreit aufspielen und sich bereits über den Titel des erfolgreichsten Erstliga-Aufsteigers aller Zeiten freuen. Mit dem Weißrussen Aliaksandr Halouski und dem schwedischen Nationalspieler Joakim Linden besitzt die Mannschaft von Trainer Josef Jaglowski zwei absolute Topspieler, die alleine das Kommen wert sind. Die Münchner hingegen sind eine eingespielte Truppe, erfahren und in der Offensive gefährlich.

 

Im zweiten Halbfinale kommt es dann zum Klassiker zwischen den beiden langjährigen Erzrivalen aus Zwickau und Wetzlar. Um 19:30 Uhr stehen sich am Samstag zwei Teams gegenüber, die sich spielerisch und taktisch nahezu perfekt kennen und sportlich gegenseitig Respekt zollen. Dabei dürfte zu erwarten sein, dass sich die Sachsen für den schwachen Auftritt Ende Februar an gleicher Stätte rehabilitieren wollen, um auch für die bevorstehende „best-of-three“ Meisterschaftsserie ein psychologisches Ausrufezeichen zu setzen. Lokalmatador RSV Lahn-Dill wiederum will auf dem Weg zu seinem großen Ziel des neunten Pokaltriumphes natürlich vor eigenem Publikum überzeugen. Während die beiden Unterlegenen des Vortags am Sonntag um 12:30 Uhr das kleine Finale um Platz drei austragen, kommt es um 15 Uhr im 28. Endspiel um den DRS-Pokal zum Showdown um den ersten Titel des Sportjahres 2012.

 

DRS-Pokal Historie
Mit der RSG Koblenz wurde im Jahr 1985 der erste Deutsche Pokalsieger im Rollstuhlbasketball gekürt, was folgte war eine bisher unerreichte Siegesserie des USC München, der bis 1992 auf den DRS-Pokal ein Abonnement zu haben schien und den Cup sieben Mal in Folge gewann. Mit insgesamt acht Titeln liegen die Süddeutschen momentan mit dem RSV Lahn-Dill gleichauf im Kampf um die Vormachtstellung in diesem Wettbewerb. Die Mittelhessen holten 2002 den DRS-Pokal erstmals nach Wetzlar, gewannen ihn von 2004 bis 2007 viermal in Serie und zuletzt mit einem Titelhattrick in den Jahren 2009 und 2010 sowie im Vorjahr. Ebenfalls viermal in Folge trug sich der ASV Bonn in den Jahren 1998 bis 2001 in die Siegerliste ein. Zweimal ging der Cup an den UBC Münster und den RSC-Rollis Zwickau (2003, 2008), je einmal an die RSG Koblenz, den RSC Frankfurt und den Osnabrücker SC. Erstmals machte das Final Four im Jahr 2001 in Wetzlar Station. In den Jahren 2002 und 2007 folgte die Auftritte zwei und drei in Deutschlands Rollstuhlbasketball-Hauptstadt.

 

Final Four 2012, Halbfinale
USC München – RSB Team Thüringen (Sa, 17 Uhr)
RSV Lahn-Dill – RSC-Rollis Zwickau (Sa, 19:30 Uhr)
Spiel um Platz 3 (So, 12:30 Uhr)
Endspiel um den DRS-Pokal (So, 15 Uhr)

 

 

DRS-Pokal, Final Four in Wetzlar

USC München

RSB Team Thüringen

31. März, 17:00 Uhr

RSC-Rollis Zwickau

RSV Lahn-Dill

31. März, 19:30 Uhr

DRS-Pokal, Finalspiele

Spiel um Platz 3

1. April, 12:30 Uhr

Endspiel um den DRS-Pokal

1. April, 15:00 Uhr