DRS Bunte Leiste
02.11.2009

Vorbereitung auf Paralympics läuft bei deutschen Rollstuhlcurlern auf Hochturen

Nationalmannschaft sichert sich zwei zweite Plätze

Deutsches Team im schottischen Kinross

Eine positive Bilanz können die Deutschen Rollstuhlcurler um Skip Jens Jäger vorweisen: Bei den im September ausgetragenen Danish Open 2009 in Kopenhagen zog das Team ins Finale ein. Zuvor hatte sich die Auswahl mit guten Spielen in der Vorrunde gegen Schottland, Norwegen I und Norwegen II behauptet. Einzig das Spiel gegen den Gastgeber Dänemark musste abgegeben werden. Im anstehenden Finale wartete die russische Auswahl auf die Deutschen. Hier zeigten die Russen eine sehr gute Spielweise und das deutsche Team unterlag mit einem 5:3 und erreichte bei dem Eröffnungsturnier einen hervorragenden zweiten Platz.

Im ältesten Curling Club der Welt im Schottischen Kinross absolvierte das Team im Oktober sein zweites Turnier. Mannschaften aus Kanada, USA, Norwegen, Großbritannien, Schweiz, Schottland und Deutschland waren angereist. Mit sechs Teilnehmern der Paralympischen Winterspiele 2010, war dieses Turnier hochkarätig besetzt. Im ersten Spiel trafen die Deutschen auf das spielstarke Team der USA mit ihrem Skip Augosto Perez. Mit einem 3:4 mussten die Deutschen das Spiel knapp an die Amerikaner abgeben. Die folgenden Spiele gegen Großbritannien, Schottland und Schweiz konnte das Team mit Christiane Steger, Caren Totzauer, Jens Gäbel, Marcus Sieger und Jens Jäger erfolgreich verbuchen. Wieder haben sie das Finale erreicht und trafen auf den amtierenden Weltmeister Kanada. In den ersten zwei Ends machte das deutsche Team mächtig Druck und die Kanadier mussten die ersten zwei Ends trotz Recht des letzten Steins, abgeben. Im dritten End schrieben die Kanadier einen Stein. Im vierten End konnte Jim Armstrong (Skip von Kanada) den Druck an die Deutschen weitergeben und schrieb in drei Steine für sich. Das konnten die Deutschen nicht mehr aufholen und erreichten wieder einen souveränen zweiten Platz. 

"Unser Training läuft gut und die Mannschaft spielt konstant. Es ist noch ein bisschen Zeit bis Vancouver, die wir optimal nützen werden, so dass wir bis März auf den Punkt hundertprozentig fit sind, dann knacken wir auch eine Mannschaft wie Kanada", so Trainer Helmar Erlewein.