SG verkauft sich unter Wert - Spielbericht RBB 2. BL Nord
Am vergangenen Samstag mussten die Rollstuhlbasketballer der SG Oldenburg/Sünteltal im Kampf um den Aufstieg einen herben Rückschlag hinnehmen. Nach mehreren Staus und einer letztlich sechs stündigen Anfahrt stand das Spiel gegen den Tabellendritten aus Jena bereits vor Anpfiff unter keinem guten Stern. Letztlich auch in der Höhe verdient, unterlag die Spielgemeinschaft 47:62.
Nach einigen ausgelassenen Chancen in der Anfangsphase sah sich SG-Trainer Harald Fürup bereits nach drei Minuten beim Stand von 0:6 aus Sicht der SG gezwungen die erste Auszeit zu nehmen. Diese zeigte auch sofort Wirkung und die große Nervosität wurde abgelegt. Beim Stand von 8:8 ging es in die erste Pause. In der Folge spielte die Mannschaft um Kapitän Möllenbeck gut mit und konnte bis zum 16:18 in der 18. Spielminute den Anschluss halten, musste jedoch das Team um Spielertrainer Lars Christink bis zur Halbzeitpause auf 18:24 davon ziehen lassen.
Den besseren Start in Hälfte zwei hatten zunächst die Gäste. Mit zwei Treffern konnten sie den Rückstand auf 22:24 verkürzen und das Spiel schien seinem
„Topspielcharakter“ gerecht zu werden. Doch was die SG nun in den folgenden sieben Minuten abliefert war weit davon entfernt. Ohne Struktur in der Offensive und viele Unkonzentriertheiten in der Verteidigung führten zu einem 16:3-Lauf der Saalestädter und zu einem Rückstand den die SG nicht wieder aufholen sollte.
Anfang des letzten Viertels bäumte sich die SG noch einmal auf und konnte bis auf zehn Punkte heran kommen (37:47, 33. Minute), doch zu einem psychologisch wichtigen einstelligen Rückstand sollte es nicht mehr kommen. Spätestens der Drei-Punkte-Wurf vom Aktivposten der Caputs Thomas Böhme zum 54:39 (35. Minute) sorgte für die von den Caputs-Fans viel umjubelte Vorentscheidung. Auch wenn die SG bis zum Ende verzweifelt kämpfte, merkte man der Mannschaft in den letzten Minuten die Niedergeschlagenheit deutlich an. Daran konnte der Dreier zum 47:62-Endstand von Tan Caglar nichts mehr ändern. „Wir haben uns heute absolut unter Wert verkauft. Keiner hat auch nur Normalform erreicht. Lars hat sein Team optimal auf uns eingestellt und wir haben über 40 Minuten nicht zu unserem Spiel gefunden. Glückwunsch an die Caputs – sie waren heute klar besser“, so das knappe Fazit von SG-Sprecher Martin Kluck nach der Partie.
Jetzt gilt es für die SG einen versöhnlichen Saisonabschluss mit einem Heimsieg am 20.3. über die Dragon Wheelers aus Quakenbrück zu finden. Kluck:„Alles Weitere liegt nun nicht mehr in unserer Hand.“ Jena hat nun alle Chancen auf seiner Seite und kann mit zwei Siegen in den verbleibenden zwei Spielen den Aufstieg ins deutsche Oberhaus perfekt machen. Der SG hingegen bleibt nur zu hoffen, dass die Caputs sich noch einen Ausrutscher erlauben.
Für die SG im Einsatz waren: Felix Heise (4), Martin Kluck (15), Nils Röbke-
Stadtsholte, Tan Caglar (16), Alexander Roggelin, Thomas Schröder (6), Khalid
Rahmouni-Alami (4) und Michael Möllenbeck (4).